Aktionen

23.2.2007: Auf nach Gräfenberg!

Schon seit dem Jahr 1999 trifft sich die rechte Szene Frankens alljährlich am "Volkstrauertag" im oberfränkischen Gräfenberg, um an die NaziverbrecherInnen des deutschen Faschismus zu erinnern. Am 23. Februar
2007 marschierten die ParteigängerInnen der Naziszene wiederholt durch den Ort in der fränkischen Schweiz um gegen die Abzäunung des dortigen Kriegerdenkmales zu demonstrieren.

So haben sich BürgerInnen des oberfänkischen Ortes an der grenze zu Mittelfranken zusammengetan und demonstriert. In dem bunten Haufen durfte natürlich die GRÜNE JUGEND nicht fehlen, und so begaben wir uns an diesem Freitag Abend von Nürnberg aus, leider ganz unökologisch, mit dem Auto nach Gräfenberg. Das war aber unser Glück, denn die Zugverbindung konnte ja dank der kompetenten Hilfe der Polizei erfolgreich von den Nazis behindert werden.

Zunächst lies die Polizei die Nazis mit Fackeln zur ihrem Zaun und demonstrieren, währenddessen pfiff die Versammlung sie aus, oder vertrieb sich die Zeit mit köstlichen „Braunen im Weckla:“ und sah dem Theater der Front Deutscher Äpfel, die extra aus Ansbach anreisten und übrigens von der Ansbacher GRÜNEN JUGEND unterwandert sind, zu.

Schließlich kam es zum Höhepunkt des Abends, als alle dem erbärmlichen Haufen Jugendlicher mit Fackeln mit Besen und Schaufeln hinterher liefen um sie aus der Stadt „zu fegen“.

02.03.2007: Nazistand in Weißenburg

Die NPD Bayern lädt einmal im Monat zu einem geselligen Kameradentreffen im beschaulichen Weißenburg. So etwas darf natürlich nicht ohne warnende Aufmerksamkeit geschehen, dachten wir uns, und organisierten am 2.März kurzer Hand einen Infostand auf dem Weißenburger Marktplatz. Groß wurden wir in der Presse zuvor schon angekündigt, denn ein Redakteur des Weißenburger Tagblatts früher selbst bei der Grünen Jugend war – beste connections also. Als wir dann um 16Uhr mit klitzekleiner Verspätung den Stand aufgebaut hatten, war der Erste, der auf uns zu kam, der Co-Vorstandsvorsitzende des NPD Ortsverbandes und führte eine äußerst interessante Diskussion mit uns. Da es nur noch besser werden konnte, wurde es dies natürlich auch.

Zwar hat der ruhige Ort nur sehr wenig junge Leute, aber die, die wir ansprachen, zeigten doch sehr positive Reaktionen, und einige meinten sogar sie würden dem Nazistammtisch am Abend einen Besuch abstatten wollen. Sicher taten die 50 echt „Deutschen Bananen“, jede mit einem Fähnchen mit der Aufschrift „Du entscheidest, ob es in Deutschland bunt bleibt!“ versehen, die wir an die WeißenburgerInnen“ verteilten, ihr Übriges und stillten ganz nebenbei so manchen Hunger.

Als sich die Sonne dann gen Horizont bewegte und es ziemlich kühl wurde, packten wir es und suchten die Kameradenrunde, die sich in einer Bauernstube außerhalb von Weißenburg traf, auf. Zusammen mit anderen DemonstrantInnen gelang es die NPDler zu ängstigen und erfolgreich zu vertreiben. Schön.